Ein interessantes Hobby

16.Clubvergleichsschau Wutha-Farnroda

Vier schöne Tage mit Zuchtfreunden

16. Weißgrannenclubvergleichsschau in Wutha-Farnroda/Vereinsheim

Für den 21. bis 24. Oktober 2021 lud der Thüringer Weißgrannenclub zur 16. bundesweiten Clubvergleichsschau der Weißgrannenkaninchen ein. Thüringen ist die Heimat des Weißgrannenkaninchens, d.h. in Züchterkreisen, dass diese Kaninchenrasse in Thüringen zuerst herausgezüchtet wurde, und das ist nun schon ca. 70 Jahre her.

So eine Schau muss gut vorbereitet sein. Doch unter den Bedingungen der Coronapandemie sah die Sache nicht sehr verheißungsvoll aus. Dazu kam dann noch das Unwetter das in Mosbach niederging und unser schönes Ausstellungslokal, die Trifftberghalle durch die Überflutungen so stark beschädigte, dass die Aussichten zur Durchführung unserer Schau dort von Woche zu Woche mehr schwanden. Dank der guten Verbindungen unseres Ausstellungsleiters Jürgen Siebert, zu anderen Vereinen und Organisatoren wurde ein großes Zelt im Hof des Vereinsheimes in Wutha-Farnroda aufgestellt, in das alle gemeldeten 179 Weißgrannenkaninchen der Farbenschläge schwarz, blau und havanna Platz fanden.

Mit der Einlieferung der Tiere am Donnerstag, den 21. Okt. blieben auch einige der weitgereisten Zuchtfreunde vor Ort. Sie fanden allesamt Unterkunft im Hotel Alte Fliegerschule im Eisenacher Ortsteil Stockhausen. Das gab Gelegenheit um Züchterfreundschaften zu pflegen oder neue zu schließen. Die Thüringer Züchter sind gerne Gastgeber. Deshalb luden sie für Freitag den 22. Okt., dem Tag der Bewertung der Kaninchen, zu einer Busrundfahrt in die unmittelbare Umgebung ein. Am Vormittag erfuhren die Teilnehmer der Busfahrt viel Wissenswertes bei einer Stadtrundfahrt in Eisenach zur Geschichte der Stadt und ihren berühmten Persönlichkeiten von der Vergangenheit bis in die Gegenwart. Der Reiseleiter sorgte dabei auch für Kurzweil und gute Unterhaltung. Die Fahrt führte bei trockenen goldenen Oktoberwetter durch einen Teil des schönen Thüringer Waldes mit einem Halt für ein Picknick mit Thüringer Bratwurst oder Rostbrätel und Getränkeangebot damit alle gestärkt nach Merkers zum Schaubergwerk weiterfahren konnten, um dort die Dimensionen des ehemals größten Kalibergwerkes der Welt in einer Tiefe von 600 bis 800 m ansatzweise zu erleben.

Ob die Einfahrt in den Schacht, die Lasershow im Großbunker, die Ausstellung rund um den entdeckten Goldschatz 1945 durch die Amerikaner, die Vorstellung der Bergbautechnik von Anbeginn bis in die Moderne und das Bestaunen der riesigen Salzkristalle in der Kristallgrotte wurden zu einem wunderbaren Erlebnis. Auf dem Nachhauseweg schauten die Ungeduldigen schon mal nach, ob denn die Bewertungen der Tiere bereits auf unserer Internet-Seite eingestellt wurden. Nach dem Abendbrot konnten dann ausführliche und anregende Züchtergespräche geführt werden, die dann auch am Sonnabend direkt vor den Käfigen im Ausstellungszelt immer wieder zu erleben waren. Leider konnten bei unserer Eröffnungsveranstaltung nicht alle wichtigen Personen persönlich teilnehmen, da ja zeitgleich die ZDRK-Tagung in Bayreuth stattfand. Die vorbereitete Tombola sorgte für Abwechslung, besonders für die mitgereisten Kinder.

Am Sonntagvormittag tagte dann die AG Weißgrannen, wo wichtige Eckpunkte zur Zucht der Weißgrannen, aber auch die Problematiken um den Erhalt des Vereins- und Clublebens behandelt wurden. Welche Clubs tragen im Wechsel die Vergleichsschauen und AG-Treffen aus. Der Mitgliederschwund und der mangelnde Zulauf von Jungzüchtern machen ein Überdenken der Herangehensweisen bei der Organisation der Schauen notwendig.

Bei der Übergabe der Preise und Präsente wurde noch einmal offenbar, dass zu unserer Schau viele Spitzentiere vorgestellt worden sind, aber auch immer wieder Fehler in der Zucht auftreten, die stärkere Beachtung bei der Neuverpaarung finden müssen. Abschließend bleibt nur zu sagen, dass diese Vergleichsschau sehr gut gelungen ist und den immer weniger werdenden Aktiven unser aller Dank gebührt. Denn es sind doch die Schauen, die unsere Züchter brauchen um sich messen zu können. Die langen Einschränkungen durch Corona hat diese eh schon missliche Lage unserer Züchter noch verstärkt. Deshalb sind wir froh, dass diese Schau dank der trotz allem zahleichen Teilnehmer gelungen ist. Schön, daß ihr bei uns mitgemacht habt! So können wir uns jetzt schon darauf freuen, wenn wir uns spätestens in 2 Jahren in Erlau/Sachsen wiedersehen können.

Bewertungstag

Ausstellungszelt und Züchterabend 23.10.2021

Unsere Preisträger

Abschiedsfoto